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Mind­maps sind eine wun­der­bare Mög­lich­keit, um Vor­wissen zu akti­vieren und Texte oder darin ent­hal­tene Pas­sagen struk­tu­riert zu visua­li­sieren. Die vom Psy­cho­logen Tony Buzan ent­wi­ckelte Technik ist längst wie­der­keh­render Bestand­teil in ver­schie­dendsten Lern­set­tings. Die digi­tale Vari­ante lässt sich ein­fach teilen, archi­vieren, beliebig oft über­ar­beiten und um mul­ti­me­diale Ele­mente ergänzen.

Lesen ist ein aktiver Vor­gang: Lesende kon­stru­ieren »ihre« Text­be­deu­tung durch Ver­knüp­fung des eigenen Wis­sens mit den im Text ent­hal­tenen Infor­ma­tionen. Aus diesem Grund ist es gerade für unge­übte Lese­rinnen und Leser so wichtig, vor dem Lesen eines Textes das Vor­wissen explizit zu akti­vieren. Mind­maps können gerade hier einen Bei­trag leisten. Sie können dabei indi­vi­duell oder im Rahmen eines Unter­richts­ein­stiegs auch gemeinsam mit der Lern­gruppe gestaltet werden. Wäh­rend des Lesens – oder im Anschluss daran – lassen sie sich dann gut um wei­tere Inhalte ergänzen.
Neben dem Aspekt der Vor­wis­sens­ak­ti­vie­rung sind ins­be­son­dere die über­sicht­liche Struktur und die Mög­lich­keit der indi­vi­du­ellen krea­tiven Gestal­tung von Mind­maps für Lern­pro­zesse inter­es­sant. So eignen sie sich als Visua­li­sie­rungs­technik für kom­plexe Infor­ma­tionen auch her­vor­ra­gend für Prä­sen­ta­tionen und Kurz­vor­träge. Auf der schul­ei­genen Home­page abge­legt, können diese immer wieder von den Ler­nenden betrachtet werden, um Inhalte zu wie­der­holen und zu fes­tigen.

Mit Mind­mapp bieten wir dir ein Tool, mit dem leicht über­sicht­liche Mind­maps erstellt werden können. Diese lassen sich mit Farben gestalten, um Bilder ergänzen und selbst­ver­ständ­lich spei­chern. Das sieht dann z. B. so aus:

Die App funk­tio­niert im Browser mit jedem End­gerät – einmal geöffnet auch off­line. Um Mind­mapp kom­for­tabel nutzen zu können, fügt man die Anwen­dung am besten dem Home­s­creen hinzu.

Nicht immer ist ein digi­tales Tool wie Mind­mapp gegen­über der ana­logen Vari­ante im Vor­teil. Ins­be­son­dere dann, wenn bestimmte Funk­tio­na­li­täten nicht ver­fügbar sind (z. B. eine Mög­lich­keit zum Zeichnen). Gerade dieser Aspekt sollte im Unter­richt eben­falls the­ma­ti­siert werden, um die Ler­nenden zu befä­higen, selbst­ständig die für sie beste Stra­tegie aus­zu­wählen.

Denn im Ide­al­fall sam­meln die Ler­nenden im Laufe ihrer Schul­zeit in allen Fächern einen Pool an Lesestra­te­gien, aus dem sie dann je nach Text, Lese­ziel und indi­vi­diuellen Prä­fe­renzen schöpfen. Das gelingt nicht von heute auf morgen: Gemein­same, in das schul­ei­gene Cur­ri­culum inte­grierte Stan­dards – gesteuert etwa über die Fach­kon­fe­renzen – erleich­tern Leh­renden und Ler­nenden eine Anwen­dung im Unter­richt und ermög­li­chen eine sys­te­ma­ti­sche Kom­pe­tenz­ent­wick­lung.

Möch­test du mehr wissen? Mind­mapp stellen wir dir auch in unserem Work­shop Sprach­bil­dung mit digi­talen Tools vor. Du hast bereits eine Idee, wie du digi­tale Mind­maps in deinem Unter­richt nutzen kannst? Dann mach mit!

Tim Krieger

Tim ist Deutsch- und Bio­­lehrer und am NLQ ver­­ant­­­wort­lich für das Thema »Sprach­­bildung mit digi­­talen Medien«. Prak­­­tische Erfah­­rungen sam­­­melte er u.a. während des Auslands­­schul­dienstes in Ecuador und einer Lehr­­­tätig­­­keit in einer Erst­­aufnahme­einrich­tung. Diese fundierte er theoretisch durch ein weiter­­bildendes Studium »Deutsch als Zweit­­sprache« und einen Master für »Schul­manage­ment und Qualitäts­­entwick­lung«. In der digi­­talen Welt fas­zi­­nieren ihn besonders die Poten­­ziale offener Kon­­­zepte wie OER und Open Source.

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