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Im Metho­den­pool für sprach­sen­si­blen Fach­un­ter­richt des Mer­cator-Insti­tuts finden Lehr­kräfte aller Schul­formen und Fächer Vor­schläge für Methoden und Sprach­hilfen. Diese können im Unter­richt ein­ge­setzt werden, um Ler­nende durch den Aufbau von bil­dungs- und fach­sprach­li­chen Fer­tig­keiten gezielt beim Ver­stehen fach­li­cher Inhalte zu unter­stützen. Somit ver­knüpfen die Methoden, deren Umset­zung im Unter­richt u.a. in PDF-Hand­rei­chungen erläu­tert wird, das fach­liche mit dem sprach­li­chen Lernen.

Zusätz­lich zu den Hand­rei­chungen ent­hält der Metho­den­pool auch didak­ti­sche Hin­weise zu digi­talen Umset­zungs­mög­lich­keiten der Methoden. Diese Hin­weise werden pra­xisnah in soge­nannten inter­ak­tiven Dash­boards unter Ein­bezug von Screen­casts (Erklär­vi­deos) bereit­ge­stellt und sind bisher für ca. ein Drittel der Methoden ver­fügbar. In den Dash­boards werden sowohl Poten­ziale digi­taler Medien für das sprach­liche Lernen her­aus­ge­ar­beitet als auch Mög­lich­keiten zur För­de­rung von sprach­li­chen Kom­pe­tenzen, die für das sprach­liche Han­deln in digi­talen Umge­bungen von­nöten sind, dar­ge­stellt.

Die Tools von »kits« eignen sich für die digi­tale Umset­zung von Methoden des Metho­den­pools, wie die mit Stu­die­renden ent­wi­ckelte digi­tale Umset­zungs­mög­lich­keit der Methode Schreib­plan mit dem kitsPad in einem Dash­board zeigt: Über das Etherpad können unter anderem Struk­tu­rie­rungs­hilfen wie Wort­samm­lungen oder Leit­fragen für das Ver­fassen eines Textes bereit­ge­stellt und dabei ständig modi­fi­ziert werden. Auf diese Weise werden die Ler­nenden schritt­weise an die Pro­duk­tion eines Textes her­an­ge­führt. Die Eigen­schaften digi­taler Medien eröffnen außerdem wei­tere sprach­sen­sible Aspekte: So können Ler­nende die Kom­mentar- und Chat­funk­tion des Ether­pads nutzen, um sich aus­zu­tau­schen und sich bei­spiels­weise gegen­seitig sprach­lich zu unter­stützen. Lehr­kräfte können Links (etwa zu Über­set­zungs­tools oder Syn­onym­wör­ter­bü­chern) bereit­stellen, sodass gezielt mehr­spra­chig gear­beitet werden kann. Da die Ler­nenden im Zuge der Methode den Schreib­pro­zess gemeinsam koor­di­nieren und ver­schie­dene Rollen als Schrei­bende und Kor­ri­gie­rende ein­nehmen, werden durch die Arbeit mit dem Etherpad Kom­pe­tenzen im kol­la­bo­ra­tiven Schreiben in digi­talen Tools geför­dert. Dabei erleich­tern die den Nut­zenden zuge­wie­senen unter­schied­li­chen Farben das Nach­voll­ziehen von Ände­rungen. Ein bei­spiel­haftes Unter­richts­video lässt sich hier auf­rufen.

Auch wei­tere im Metho­den­pool bereit­ge­stellte Methoden bzw. Sprach­hilfen, für die bisher keine digi­talen Umset­zungs­vor­schläge ver­fügbar sind oder deren Umset­zung anhand kom­mer­zi­eller Tools demons­triert wird, können mit den Tools von »kits« umge­setzt werden. Die kits­Tools sind dafür in beson­derem Maße geeignet, da sie nicht nur ähn­liche Funk­tio­na­li­täten wie kom­mer­zi­elle Ange­bote abde­cken, son­dern auch daten­schutz­recht­lich unbe­denk­lich sind. Außerdem bieten sie den Vor­teil, dass sie ohne Anmel­dung bzw. Accoun­ter­stel­lung jeder­zeit fle­xibel ein­ge­setzt werden können.

Der Metho­den­pool des Mer­cator-Insti­tuts kann von Lehr­kräften als Aus­gangs­punkt ver­wendet werden, um sich kreativ in der digi­talen Umset­zung der dort bereit­ge­stellten Methoden aus­zu­pro­bieren. Dabei ent­hält die Tool-Samm­lung von »kits« pas­sende, daten­schutz­kon­forme und leicht zu bedie­nende Tools für nahezu sämt­liche Methoden.

Dieser Blog-Bei­trag ist gemeinsam mit Janna Guten­berg ent­standen. Janna Guten­berg ist wis­sen­schaft­liche Mit­ar­bei­terin am Mer­cator-Institut für Sprach­för­de­rung und Deutsch als Zweit­sprache. Dort beschäf­tigt sie sich haupt­säch­lich mit Themen rund um die sprach­liche Bil­dung unter den Bedin­gungen der Digi­ta­lität. 

Cedric Lawida ist ausgebildeter Lehrer für die Fächer Deutsch und Nieder­ländisch an Gymnasien und Gesamt­schulen und arbeitet seit 2021 als wissen­schaftlicher Mitarbeiter am Mercator-Institut für Sprach­förderung und Deutsch als Zweit­sprache in Köln. Im Rahmen seiner Arbeit beschäftigt er sich vor allem mit der Rolle digi­taler Medien in der sprach­lichen Bildung, wozu er auch promoviert. Dabei interessiert er sich vor allem für die Potenziale, die digitale Medien für die sprach­lernförder­liche Unterrichts­gestaltung in allen Fächern eröffnen.

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