KI im mehrsprachigen Klassenraum
Die zunehmende sprachliche Heterogenität an Schulen stellt eine der zentralen Herausforderungen zeitgemäßer Bildungsarbeit dar. Kann die Nutzung von KI darauf eine Antwort geben?
Die zunehmende sprachliche Heterogenität an Schulen stellt eine der zentralen Herausforderungen zeitgemäßer Bildungsarbeit dar. Kann die Nutzung von KI darauf eine Antwort geben?
Wenn Erwachsene heute ein Lexikon benutzen, ist es meistens die Wikipedia. Das freie Online-Lexikon gibt es jetzt schon seit ungefähr 24 Jahren. Viele gedruckte Werke wie der Brockhaus werden mittlerweile nicht mehr angeboten.
Das Klexikon haben wir Anfang Oktober 2024 bereits ausführlich hier im Blog vorgestellt. Seitdem ist einiges passiert: Klexikon als deutschsprachige Wikipedia für Kinder hat im November 10-jähriges Jubiläum gefeiert und aus diesem Anlass auch Glückwünsche von der Tagesschau-Redaktion in Hamburg, von den ZDF-Kindernachrichten logo und von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erhalten.
Das Brainstorming-Tool mindwendel hat ein Update bekommen. Das ermöglicht viele neue Funktionen und schafft damit jede Menge neuer Möglichkeiten zum Einsatz beim digitalen Lernen.
Das Klexikon ist ein Online-Kinderlexikon, das speziell für Schülerinnen und Schüler zwischen 5 und 15 Jahren entwickelt wurde. Zusammen mit dem Angebot MiniKlexikon in leichter Sprache bietet das Klexikon inzwischen seit zehn Jahren altersgerechte, verständliche und verlässliche Informationen zu rund 3.500 Themen.
Sprachsensibler oder sprachbewusster (Fach-)Unterricht soll allen Lernenden den Weg zur Bildungssprache eröffnen. Dabei wird oftmals der alleinige Fokus auf Deutsch als Zielsprache gelegt und andere sprachliche Ressourcen der Lernenden vernachlässigt.
Large Language Models (LLM) oder auch stochastische Sprachmodelle, hier gelegentlich bezeichnet als KI-Schreibtools, sind zwar erst seit wenigen Monaten für die Allgemeinheit verfügbar, doch schon jetzt zeichnet sich ab, dass Schulen sie nicht ignorieren können.
Bei der Gestaltung von Schulunterricht gewinnt selbstgesteuertes Lernen immer mehr an Bedeutung, da es maßgeblich dazu beiträgt, schulische Lehr- und Lernprozesse stärker zu individualisieren und zu flexibilisieren. Selbstgesteuertes Lernen ist ein zielgerichteter Vorgang, bei dem Lernende abhängig von ihren individuellen Kompetenzen objektiv vorhandene didaktische Entscheidungs- und Handlungsspielräume zur Gestaltung ihres Lernprozesses mehr oder weniger intensiv wahrnehmen, beherrschen und nutzen.
Für diejenigen, die sich der (Weiter-)Entwicklung von Schreibkompetenz widmen, ist die anfängliche Aufregung um ChatGPT und KI-Schreibtools wahrscheinlich inzwischen verflogen. Die Frage, ob Schreibkompetenz auch in Zukunft relevant bleibt, wurde bereits an vielen Stellen mit einem klaren »Ja« beantwortet – und auch ich habe dies in meinem letzten Artikel für diesen Blog gemacht. Allerdings bleibt hierbei eine wichtige Frage unbeantwortet.
Deutschunterricht nur noch bis zur dritten Klasse, maximal bis zur vierten. Lernende, die nach der Grundschule über die basalen Lese- und Schreibkompetenzen verfügen, um die entsprechenden kognitiven Prozesse fortan an den Computer auszulagern. Eigene Texte per Knopfdruck erstellen, fremde Texte per Knopfdruck zusammenfassen lassen. Wertvolle Zeit gewonnen, mehr Effizienz, Lernende, die früher für den Arbeitsmarkt verfügbar sind. Lösung für den Fachkräftemangel.