Skip to content

Wie kann KI sinn­voll und ver­ant­wor­tungs­voll in der Schule ein­ge­setzt werden? Genau dieser Frage wid­mete sich im Juni 2025 die Tagung »Offene KI in der Schule«, orga­ni­siert vom Lan­des­in­stitut für schu­li­sche Qua­li­täts­ent­wick­lung Nie­der­sachsen (NLQ) und dem gemein­nüt­zigen Verein Wiki­media Deutsch­land.

Zwei Tage lang trafen sich Ver­tre­te­rinnen und Ver­treter aus Minis­te­rien, Schul­ver­wal­tungen, Schulen und zivil­ge­sell­schaft­li­chen Orga­ni­sa­tionen in Lehrte bei Han­nover, um über eine zen­trale Zukunfts­frage zu dis­ku­tieren: Wie schaffen wir es, gemein­wohl­ori­en­tierte, offene KI-Lösungen in der Schule nach­haltig zu ver­an­kern?

Warum betrifft das beson­ders Lehr­kräfte?

Viele der dis­ku­tierten Themen zielen direkt auf den Alltag von Lehr­kräften ab. Denn sie sind es, die neue KI-Tools im Klas­sen­zimmer anwenden, beur­teilen und mit­unter kri­tisch hin­ter­fragen müssen.

Ein zen­traler Fokus lag des­halb auf der Ent­wick­lung pra­xis­naher Fort­bil­dungs­for­mate, die Lehr­kräften helfen sollen, den Über­blick über aktu­elle Ent­wick­lungen zu behalten, Poten­ziale zu erkennen und gleich­zeitig Risiken ein­ordnen zu können. Es geht um die Stär­kung päd­ago­gi­scher Sou­ve­rä­nität.

Auch eine poten­ti­elle Ein­füh­rung einer zen­tralen KI-Infor­ma­ti­ons­platt­form (ähn­lich wie OER­info) wurde dis­ku­tiert. Sie könnte künftig Anlauf­stelle für fun­dierte Infor­ma­tionen, Best-Prac­tice-Bei­spiele und recht­liche Rah­men­be­din­gungen werden.

Was ist »offene« KI und warum ist das wichtig?

Im Gegen­satz zu pro­prie­tären Sys­temen großer Tech-Kon­zerne steht bei offenen KI-Lösungen das Gemein­wohl im Mit­tel­punkt. Sie sind trans­pa­rent, daten­schutz­kon­form und können an schu­li­sche Bedürf­nisse ange­passt werden. Das bedeutet: Schulen behalten die Kon­trolle über Daten, Inhalte und Anwen­dungen.

In der Tagung wurde betont, wie wichtig es ist, Pilot­pro­jekte zu starten, um kon­krete Erfah­rungen mit offenen KI-Sys­temen zu sam­meln. Am besten in Zusam­men­ar­beit mit enga­gierten Lehr­kräften, die bereit sind, Neues aus­zu­pro­bieren und mit­zu­ge­stalten.

Drei große The­men­blöcke wurden intensiv dis­ku­tiert

  1. Recht­li­cher Rahmen: Was bedeutet die neue EU-KI-Ver­ord­nung für Schulen? Welche Qua­li­täts­kri­te­rien sind für den Ein­satz von KI not­wendig
  2. Tech­ni­sche Umset­zung: Wie kommen offene KI-Lösungen über­haupt in die Schule? Was braucht es infra­struk­tu­rell?
  3. Fort­bil­dung & Qua­li­fi­zie­rung: Welche Art von KI-Fort­bil­dung ist nach­haltig und all­tags­taug­lich für Lehr­kräfte?

Hier stehen die Ergeb­nisse zum Down­load zur Ver­fü­gung. 

Ein­la­dung zur Fol­ge­ver­an­stal­tung im Februar 2026

Die Dis­kus­sion endet hier nicht, im Gegen­teil: Die nächste Tagung findet am 23.–24. Februar 2026 wieder in Lehrte statt. Wer also aktiv mit­ge­stalten will, wie KI sinn­voll und ver­ant­wor­tungs­voll in Schule ein­ge­setzt wird, sollte sich den Termin vor­merken. Denn klar ist: Ohne die Per­spek­tive der Lehr­kräfte wird keine KI-Anwen­dung in der Bil­dungs­praxis funk­tio­nieren.

Die Anmel­dung ist ab Herbst über das NLC-Portal mög­lich. Wer eine Ein­la­dung zur Anmel­dung erhalten möchte, kann sich über mich auf die Mai­ling­liste zur Ver­an­stal­tung setzen lassen, um infor­miert zu werden.

Warum es sich lohnt, dabei zu sein:

  • Du erhältst Ein­blicke in aktu­elle Ent­wick­lungen rund um KI und Schule
  • Du kannst eigene Erfah­rungen, Fragen und Per­spek­tiven ein­bringen
  • Du ver­netzt dich mit enga­gierten Bil­dungs­prak­ti­ke­rinnen und ‑prak­ti­kern und bil­dungs­po­li­ti­schen Ent­schei­dungs­trä­ge­rinnen und ‑trä­gern aus ganz Deutsch­land

Sarah-Isabella Behrens ist seit 2014 Managerin für Bildungs­politik bei Wiki­media Deutsch­land e. V. mit Fokus auf Openness in Education: Open Educa­tional Resources, Open Educa­tional Practices und Community-/Bündnis­arbeit.